AWO Nordseeklinik Erlengrund
Büsum · Nordsee
– · 21 Tage
- 2–4 Kinder
- Kinder 0–14 J.
- nur mit Bewilligung
Mütter mit 2-4 Kindern
zuletzt gesehen vor 46 Min. · Angaben ohne Gewähr
Eine Mutter-Kind-Kur ist eine dreiwöchige medizinische Vorsorge- oder Reha-Maßnahme für Mütter, die erschöpft oder gesundheitlich belastet sind – und ihre Kinder fahren mit. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten, wenn eine Ärztin oder ein Arzt die Kur verordnet. Du zahlst nur die gesetzliche Zuzahlung von 10 € pro Tag.
4 Min. LesezeitAktualisiert am
Hinter dem Wort „Kur“ stecken zwei Leistungen. Die Vorsorgekur nach § 24 SGB V setzt an, bevor aus Erschöpfung eine handfeste Krankheit wird – etwa bei Schlafproblemen, ständiger Anspannung, Rückenschmerzen oder dem Gefühl, im Familienalltag nicht mehr hinterherzukommen. Die Reha-Kur nach § 41 SGB V ist für Mütter, die bereits erkrankt sind, zum Beispiel an einer Depression, an Migräne oder an chronischen Schmerzen.
Im Alltag macht das für dich wenig Unterschied: Beide finden in spezialisierten Mutter-Kind-Kliniken statt, beide dauern meist drei Wochen, und in beiden Fällen trägt die Krankenkasse die Kosten. Welche Form passt, entscheidet deine Ärztin oder dein Arzt mit der Verordnung.
Jede gesetzlich versicherte Mutter, bei der eine Kur medizinisch notwendig ist. Ob du verheiratet, alleinerziehend, berufstätig oder in Elternzeit bist, spielt keine Rolle – entscheidend ist deine gesundheitliche Belastung. Seit 2007 ist die Mutter-Kind-Kur eine Pflichtleistung: Sind die medizinischen Voraussetzungen erfüllt, muss die Kasse sie bewilligen.
Du musst vorher keine ambulanten Angebote wie Physiotherapie oder Psychotherapie ausprobiert haben. Und die typischen Belastungen von Müttern zählen ausdrücklich mit: die Mehrfachbelastung durch Job, Haushalt und Kinder, ein Kind mit Behinderung oder chronischer Krankheit, die Pflege von Angehörigen, eine Trennung oder finanzielle Sorgen.
Gerade frei
71 freie Plätze in 15 Kliniken, die früheste Anreise zuerst. Wir lesen die Seiten von 79 Kliniken regelmäßig.
Büsum · Nordsee
– · 21 Tage
Mütter mit 2-4 Kindern
zuletzt gesehen vor 46 Min. · Angaben ohne Gewähr
Buchen-Eberstadt · Mittelgebirge
– · 21 Tage
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Kühlungsborn · Ostsee
– · 21 Tage
Nur mit bereits vorliegender Kostenbewilligung der Krankenkasse möglich. Nur für eine Mutter mit 2 Kindern im Alter von 4–6 Jahren.
zuletzt gesehen vor 36 Min. · Angaben ohne Gewähr
Eine Mutter-Kind-Klinik ist weder Hotel noch Krankenhaus, sondern etwas dazwischen. Du hast einen festen Therapieplan mit Arztgesprächen, Bewegung, Entspannung, Gesprächsgruppen und Beratung, etwa zu Erziehung oder Stressbewältigung. Deine Kinder werden in dieser Zeit altersgerecht betreut – in Krippe, Kindergarten und Hort, Schulkinder oft im Unterricht der Klinik.
Tipp: Frag bei der Klinik nach, wie die Kinderbetreuung organisiert ist. Gerade bei Kindern unter drei Jahren unterscheiden sich die Häuser deutlich.
In der Regel fahren Kinder bis zwölf Jahre mit, in begründeten Ausnahmen bis 14; für Kinder mit Behinderung gibt es meist keine feste Altersgrenze. Ein Kind kann als Begleitkind mitkommen, weil es zu Hause nicht versorgt wäre, oder als Behandlungskind mit eigenem Attest, wenn es selbst gesundheitliche Probleme hat.
Jede Klinik legt außerdem eigene Altersspannen fest – manche nehmen Babys auf, andere erst Kinder ab drei Jahren. In unserer Klinikliste siehst du bei jedem Haus, welches Kinderalter es aufnimmt.
Die Krankenkasse bezahlt Unterkunft, Verpflegung, Therapien und Kinderbetreuung. Als Erwachsene zahlst du eine gesetzliche Zuzahlung von 10 € pro Tag, bei drei Wochen also 210 €. Kinder sind davon befreit. Hast du deine Belastungsgrenze für das Jahr schon erreicht, kannst du dich von der Zuzahlung befreien lassen. Die Fahrt zur Klinik übernimmt die Kasse bis auf einen kleinen Eigenanteil. Alle Einzelheiten mit Beispielrechnung stehen in Was kostet eine Mutter-Kind-Kur?
Im Job musst du keinen Urlaub nehmen: Für eine bewilligte Kur zahlt dein Arbeitgeber das Gehalt weiter, und die Kurtage dürfen nicht auf deinen Urlaub angerechnet werden.
Der Weg zur Kur hat vier Etappen: das Attest bei der Ärztin oder dem Arzt, der Antrag bei der Krankenkasse, die Bewilligung – und dann die Suche nach einem freien Platz in einer passenden Klinik. Gerade der letzte Schritt dauert oft länger als gedacht, weil viele Kliniken Monate im Voraus ausgebucht sind.
Wie der Antrag gelingt, liest du in Mutter-Kind-Kur beantragen. Wie du schneller an einen Termin kommst, steht in Schneller Termin für die Mutter-Kind-Kur.
Nein. Eine Mutter-Kind-Kur ist eine medizinische Maßnahme mit festem Therapieplan. Für Berufstätige gilt sie nicht als Urlaub: Der Arbeitgeber zahlt das Gehalt weiter und darf die Kurtage nicht vom Urlaub abziehen.
In der Regel alle vier Jahre. Ist eine Kur früher medizinisch dringend nötig, kann die Krankenkasse sie auch vorher bewilligen – das muss dann ärztlich gut begründet sein.
Ja, das heißt dann Mütterkur. Sie passt, wenn du vor allem Abstand vom Familienalltag brauchst und die Kinder zu Hause gut versorgt sind. Bleiben Kinder unter zwölf Jahren zu Hause, kann die Krankenkasse eine Haushaltshilfe bezahlen.
Das Müttergenesungswerk (MGW) ist eine gemeinnützige Stiftung, die sich seit 1950 für die Gesundheit von Müttern, Vätern und pflegenden Angehörigen einsetzt. Unter seinem Dach beraten Kurberatungsstellen von Caritas, Diakonie, AWO, DRK und Paritätischem kostenlos, und es erkennt Kliniken an, die seine Qualitätsstandards erfüllen.
Das hängt von deinem Tarif ab. Private Versicherungen sind nicht an die Regeln der gesetzlichen Kassen gebunden; viele zahlen eine Mutter-Kind-Kur nur teilweise oder gar nicht. Frag vor dem Antrag schriftlich nach, was dein Vertrag abdeckt. Beihilfeberechtigte stellen den Antrag zusätzlich bei ihrer Beihilfestelle.
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